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24.08.2018 12:36 Alter: 111 days

Mini-Herzpumpe im Einsatz


Dr. Torsten Stein und seine Oldenburger Patientin


Impella-Pumpsystem seit Jahresbeginn in der Kardiologie der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich im Einsatz – Ergänzendes Instrument in der Notfallversorgung von Herzinfarktpatienten– Oldenburger Patientin erstklassig versorgt.


Sie kann wieder lachen und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Das sah für die 49-Jährige Oldenburgerin vor zwei Wochen noch ganz anders aus. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau in Norddeich zusammengebrochen. Ihr Herz streikte, der Rettungswagen brachte sie ins Herzkatheterlabor der Ubbo-Emmius-Klinik nach Aurich. Schnell wurde sie versorgt, das verschlossene Herzkranzgefäß wieder geöffnet. Doch die Patientin erholte sich zunächst nicht von diesem großen Vorwandinfarkt, litt unter einem so genannten kardiogenen Schock. Sie kämpfte um ihr Leben. „Wir haben uns dann entschlossen, eine Impella-Pumpe einzusetzen“, sagt Dr. Torsten Stein, Chefarzt der Kardiologie in Aurich. Diese innovative kleine Herzpumpe erhält die Blutversorgung lebenswichtiger Organe wie Gehirn und Lunge. In der Auricher Kardiologie wird sie seit Beginn des Jahres eingesetzt, wenn der Gesundheitszustand des Patienten dies erfordert. Mit großem Erfolg wie das aktuelle Beispiel zeigt. Zwei Wochen nach dem Eingriff kann die Oldenburgerin wieder scherzen und beginnt in wenigen Tagen ihre Rehabilitation in einer spezialisierten Kurklinik. An die vergangenen Wochen kann sie sich kaum erinnern, noch funktioniere, erläutert Dr. Stein, das Kurzzeitgedächtnis nicht wieder komplett. „Das sind jetzt die nächsten Schritte, dazu braucht es etwas Zeit“, so der Kardiologe. „Ich bin einfach froh und glücklich, dass es mir heute schon wieder so gut geht“, sagt seine Patientin.
Möglich machte dies die kleine Impella-Pumpe. Das schlauchförmige, elastische System wird über einen kleinen Eingriff an der Leiste (Punktion) in die linke Herzkammer geführt. Fast an der Spitze sitzt eine Mikropumpe. Im Querschnitt umfasst sie eine Größe von nur drei Millimetern. Sie fördert 2,5 bis 3,5 Liter Blut pro Minute. „Das entspricht ungefähr 50 Prozent der Herzleistung“, erläutert Dr. Stein. Sie kann für gut zehn Tage genutzt werden. In dieser Zeit soll sich der Herzmuskel vom Infarkt erholen und wieder selbst das Blut pumpen. „Der Großteil unserer Patienten benötigt eine solche Pumpe nicht“, so Dr. Stein. Bei Hannelore S. war sie allerdings sehr wichtig und hat gut funktioniert.
Für die UEK ist diese Innovation eine wichtige Ergänzung in der Notfallversorgung. Die Behandlung erfordert nicht nur von den Ärzten, Pflegekräften und allen Mitarbeitern der Kardiologie, sondern auch von Mitarbeitern der Intensivmedizin und der Anästhesie eine hohe Leistung und optimale Abstimmung. „Das ist für unser 283-Betten-Haus eine äußerst anerkennenswerte Leistung“, betont Dr. Astrid Gesang, Medizinische Geschäftsführerin der UEK.


 
   
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